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Hexen und Hexerei !
Hexen werden auch als Zauberinnen bezeichnet. In früheren Zeiten nannte man sie auch „Schicksalsschwestern". Ihre männlichen Kollegen waren Zauberer, die man früher als Hexenmeister bezeichnete.
 
Wetterzauber
Zwei Hexen beschwören einen Hagelsturm.
(Holzschnitt 15. Jahrhundert.)
Die Bevölkerung traute Hexen zu, die Elemente zu beherrschen, wie Unwetter heraufzubeschwören und Dürren auszulösen, aber auch Krankheiten hervorzubringen. Man suchte sie auch wegen eines Liebeszauber sowie Voraussagen oder Schadenszauber gegen verhasste Nachbarn auf.
 
Dies bedeutet allerdings nicht, dass sie sich nur der schwarzen Magie widmeten. Hexen und Zauberer nutzen ihre Kräfte und ihr Wissen auch um Gutes zu tun. Daher wurden sie mehr geachtet als gefürchtet. Sie gaben ihr Wissen als Priester, Heilkundige und Lehrmeister an nachfolgende Generationen weiter.
Personen, die Magie praktizieren,
werden mit folgenden Begriffen bezeichnet:
 
Töversche und Töverer
 
=
 
„Zauberin“
(kommt zwischen 1560 + 1635 vor.)
Wickersche und Wicker
=
Belegt sind sie von 1600 bis 1739. Innerhalb dieser Gruppe überwiegt der weibliche Anteil. Die „Wicker“ sollen gleichermaßen der weißen wie der schwarzen Magie fähig sein.
Zaubersche
=
Die hochdeutsche Bezeichnung „Zauberin“ und Zauberer“ kommen zum ersten Mal 1586 vor und bleibt bis Ende des 17. Jahrhunderts gebräuchlich
Hexe
=
Der hochdeutsche Begriff „Hexe“ wird das erste Mal bereits 1618/1619 vor allem in der Amtssprache erwähnt. Erst gegen Ende der 1640er Jahre wird er allgemein verwendet. In Verbindung mit Hexerei verwendet man ab der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts gelegentlich „Putzmacherin“ oder „Putzmachersche“.
 
 
Hexennamen und die Bedeutung des Wortes Hexe
 
Die Wurzeln des deutschen Wortes Hexe
finden sich nur im westgermanischen Sprachraum:
Mittelhochdeutsch
=
Hecse, Hesse
althochdeutsch
=
Hagzissa, Hagazussa
mittelniederländisch
=
Haghetisse
altenglisch
 
=
 
Haegtesse
 
hegsen brand (Hexenbrand)
Aufgetaucht ist dieses Wort schon 1402/03 in einem Rechnungsbuch aus Schaffhausen, in dem von einem hegsen brand, also einer Hexenverbrennung, die Rede ist.
*
Hexereye (Hexerei)
Der Begriff taucht erstmals 1419 in einem Prozess gegen einen Mann im schweizerischen Luzern auf.
 
 
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Hans Baldung Grien (1484/85–1545) hat in einem Umfang wie kein anderer Renaissancekünstler in Zeichnungen, Holzschnitten und einem Gemälde Hexen dargestellt. Bei der links abgebildeten Darstellung handelt es sich um einen Holzschnitt aus dem Jahre 1508, der nachträglich koloriert wurde. Dieses Kunstwerk zeigt auf eine eindrückliche Art und Weise eine Mischung von Angst- und Wunschvorstellungen, die damals um die vermeintlichen Hexen kreisten.
Die Hexe hat in den letzten Jahrhunderten viele verschiedene Namen bzw. Bezeichnungen oder Begriffe erhalten:
 
hagazussa (alt-nordisch - Zaunreiterin)
hexse (deutsch - 1223)
hess (deutsch - 1387)
hezze (deutsch)
haghetissen (deutsch)
häxen (deutsch - 15. Jh.)
hägs (deutsch)
hag (englisch)
hazessa (deutsch)
hekse (holländisch)
holzmuoia (deutsch)
tunritha (alt-nordisch - Zaunreiterin)
zunrite (oberdeutsch)
walriderske (niederdeutsch - Zaunreiterin)
wildaz wip (deutsch - das wilde Weib)
wicca (altenglisch - die weise Frau)
witch (englisch)
sorciere (französisch)
stregha (italienisch)
erbaria (italienisch)
bruja (spanisch)
xorguina (spanisch)
maga (lateinisch - Zauberin)
striga (lateinisch - Eule)
venefica (lateinisch - Giftmischerin)
malefica (lateinisch - Schadenszauberin)
indivina (lateinisch)
lamia (lateinisch - weiblicher Dämon)
masca (lateinisch - Maske)
larva (lateinisch - eigentlich: Totengeist)
 
Hexenflug der „Vaudoises“
Miniatur in einer Handschrift von Martin Le France,
Le champion des dames, 1451.
Hexen, ursprünglich Waldenser, auf dem Besen
 
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